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Es werden Posts vom März, 2014 angezeigt.

Writing poetry in Lisbon?

"Everything that surrounds us becomes part of us." Fernando Pessoa

When one is writing, success is not necessarily something you wanna count on. In the beginning, when I was like 15-25, I thought, I would one day be famous and of course rich. But later I learned, step by step, that in my case it was rather realistic to say, it was about the writing itself and the adventure it meant, inside and out, to just keep writing, no matter what, and to see where it leads me to. I still never cease to send my writing out into the world, for contests, to publishing companies and the like.
I try to follow the rule to send out something once every week. And in 50% of the cases I get an answer that sounds like: "interesting work, but no thanks", in 49% of the cases I get no answer whatsoever and in approximately 1% of the cases I get an answer that is like: " congrats, you were a semifinalist!" or "congrats, we will publish your poem in our e-book collection" …

4 gute Filme die ich in letzter Zeit gesehen habe

In der letzten Zeit habe ich einige wirklich gute Filme gesehen.  Die meisten sind nicht neu. Ich hinke beim Sehen genau wie beim Lesen immer ziemlich hinter den Neuerscheinungen her. Aber im Grunde ist mir das auch egal. Ich schaue Filme aus einem ähnlichen Grund, aus dem ich Bücher lese: ich bin eigentlich ständig auf der Suche nach Aha-Erlebnissen, Erkenntnissen über das Leben und mich selbst und ich identifiziere mich unglaublich gerne mit den Charakteren. Ich liebe Geschichten, die so sind, dass ich mir einbilden kann, sie erlebt zu haben. Ich liebe auch das kathartische Gefühl, im abgedunkelten Kino mal so richtig zu weinen und hinter mir ständig das Geschniefe von anderen zu hören. Ja, ich gehe auch aus dem Wunsch ins Kino, eine Katharsis zu durchleben. Dies wird einem relativ selten beschert. Bei Liebe war es der Fall. Die vier Filme, die ich Euch empfehlen möchte, sind sehr unterschiedlich. Ich mochte sie alle. Jeder auf seine Weise hat mich beeindruckt oder mir zumindest bee…

Neue Bücher, die ich spannend finde

Im Büro liegt bei uns immer Die Zeit herum und am vergangenen Donnerstag hatte sie die wunderbare Literaturbeilage anlässlich der Leipziger Buchmesse. Eigentlich müsste ich sehr sehr langweilige Papiere für eine sehr sehr langweilige aber wichtige Prüfung vorbereiten. Ich tue das auch! Keine Sorge! Aber wenn ich vor Langeweile kaum noch sitzen kann, schnappe ich mir gerne die Literaturbeilage und blättere darin. Das inspiriert mich, auch beim Verfassen langweiliger Papiere. Die Prüferin meinte beim letzten Mal, warum ich nicht einfach Tabellen anlege mit kurzen, knappen Punkten, und anstatt dessen quas Prosa verfasse (was ihr natürlich sehr viel mehr Arbeit macht, sie muss meine Ergüsse ja alle lesen).
Ich fand auf meinen Abwegen um die Vorbereitung der Prüfung herum (man nennt so etwas in Fachkreisen, glaube ich, Prokrastination) in übersichtlicher Weise folgende Bücher entweder besprochen oder beworben, die mich alle interessieren. Naja, im Grunde können sie mich interessieren, bis …

march

I looked away from you on purpose sunshine was 
followed by storm and rain the first flowers betrayed bitterly but somehow serenity prevailed I looked away from you it was so easy sharing a room and not noticing you with every fiber of my being 
- my only task plus
getting over death embracing death ultimately there will be total freedom and nothing else matters and I am not morbid it’s just the way it is
and I want to see it clearly
everything else makes
things unnecessarily complicated to look away from you during sunshine and storm my only task - I lost you I know how it feels in the end it was not as bad as I thought the fear to lose you was worse a broken heart
also death that is life’s trick are not as bad as it makes us believe and now I wish for snow a lot of snow I am not ready for summer yet could there be I wonder another winter as long and dark as they used to be so I could sleep for a long time and nobody would call for me?
© Susanne Becker

your entire life

to lose hair -
no, I have to be more precise: to lose MY hair
dream about it,
even,
frequently

losing hair,
a sign, obviously,
of aging - of losing control,
your entire life, change control no control about your body,
it is a general thing,
about your life

after my daughter's birth, I was 42 years old, my hair fell out
every day, and covered the floor (white) of our bathroom, it looked awful
it made me weep

I always used to be the kind of woman, to whom hairdressers exclaimed something like: Oh my God, your hair is just soooo beautiful and full; and my childhood neighbor Frau Baden used to grab it
on the street, embarrassing: your hair is like the mane of a black horse, so strong and wild.
I blushed, on the street
but still:

first sign of our
soul struggling to free
itself again could be
our hair covering the
bathroom floor -
there are others too, signs, I mean.
© Susanne Becker

Svenja Leiber - Das letzte Land

"Ich selbst habe immer geglaubt, ohne die Musik, ohne die ganz große Musik könne ich nicht existieren. Ich habe dafür alles hergegeben. Aber vielleicht hätte ich einfach nur leben sollen, wie die anderen auch."

Trailer zum Buch: Svenja Leiber »Das letzte Land« (Buchtrailer) - Suhrkamp Insel Mediathek Mediatheksdetail

"Wo hat er solche Töne her?" fragen sich die Leute aus seinem Dorf, wenn Ruven Preuk, der Töne als Farben sieht, auf seiner Geige spielt. Er ist ein begnadeter Geiger, alle sehen das so, auch wenn in seinem Dorf die meisten kein Verständnis dafür haben. Ihm eine große Karriere vorauszusagen, scheint nicht vermessen.
Während der Lektüre von Das letzte Land ging mir die Frage nach den Tönen häufig durch den Kopf und ich fragte mich auch: "Wo hat Svenja Leiber solche Töne her?", dass sie mit einer solch eigenen Sprache, mit  einer solch eigenen Sicht auf etwas, das schon tausendfach gesehen und in Worte gefasst wurde, daher kommen kann? Eine eig…

Die nächsten Bücher, die ich lesen werden

San Miguel von T.C. Boyle ist ganz oben auf meiner Liste, denn ich habe soviel Gutes darüber gehört, vor allem von meiner Buchhändlerin Jessica und ihr vertraue ich blind. Ich habe die Bücher von Boyle früher verschlungen, Wassermusik und auch World's End gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern aller Zeiten, und Talk Talk fand ich sehr beeindruckend in der klaren Wiedergabe der modernen Lebenswelt und den sich daraus ergebenden Gefahren. Auf meiner To-Read-List befindet sich auch The Women, ein Buch über die Frauen des Architekten Frank Lloyd Wright. Nachdem ich Loving Frank von Nancy Horan gelesen habe, interessiert mich dieses Thema, zumal ich die Häuser des Architekten wirklich mag und mir von meiner ersten Million eins kaufen werde.Das Ungeheuer von Terézia Mora. Sie ist eine der klügsten Schriftstellerinnen, die es zur Zeit in Deutschland gibt. Ihre Bücher bersten von Beobachtungen, die in die Tiefe unserer Zeit dringen und diese gnadenlos und doch voller Liebe durchleuc…

answers

I’ve made a list of questions to which I no longer expect answers -Wislawa Szymborska-

I entered the room and there were light and love. all questions I ever had, I ever shouted into your face, desperate, were answered at once. I even wondered: why ask at all? why ask questions? could I have the patience to wait for answers without asking? every question will be answered, even the ones, you do not ask, eventually. if I try to force answers into being, they will be different, essentially, from the ones emerging, while I sit still, write a poem, write a hundred poems, listening.  the answer, that is looking for my question, that is looking for me, to kiss my lips in true love, in true light, will find me. which answer do I prefer?
© Susanne Becker