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Posts mit dem Label "Ruth Zylberman" werden angezeigt.

Leseliste August

Irgendwie habe ich das Gefühl, in der Leseliste für den August so ein wenig Resistance, Widerstand, Widerborstigkeit versammeln zu wollen. Es geht mir auf den Geist, wie durch Worte allein, und #Asyltourismus ist nur ein ausgelutschtes Beispiel dafür, die Grenzen dessen, was wir akzeptieren, immer weiter nach rechts verschoben werden. Und lasst mich klar sein: mit rechts meine ich menschenverachtend, rassistisch, Sündenböcke produzierend, homophob, antifeministisch, misogyn, #younameit, #youknowwhatImean. Wenn ich Widerstand sage, dann meine ich einen offenen Geist, Menschlichkeit, Freundlichkeit, eine Übereinkunft über die Grundwerte. Mir reicht es wirklich schon, wenn alle sich an die Zehn Gebote halten. Damit wären wir im Grunde schon in einer idealen Zukunft. 1. August Untertauchen von Lydia Tschukowskaja, ein Buch gegen die Diktatur Stalins, und ja, ich würde sagen, Stalin war ein geistiger Bruder von Hitler, nichts an diesem Regime war links 2. August Hannah Arendt, die Fr...

Leseliste April

Falls Ihr ein wenig quer beet lesen möchtet auf dem Blog, habe ich mir überlegt, ab jetzt jeden Monat eine Art Playlist, oder eher Leseliste zusammenzustellen, wo man jeden Tag einen alten Text lesen kann. Das erleichtert vielleicht das Stöbern auf meinem Blog, es gibt Einblicke in die verschiedenen Themen und vielleicht auch ein wenig Inspiration. Die Aprilliste kommt etwas verspätet. Aber ich werde versuchen, ab jetzt gleich am 1. eine Liste zu schalten. Wenn ich davon ausgehe, dass die Liste der Ursprung der Kultur ist (s. Link für den 23. April), dann finde ich, passt das doch. 1. April Osterkoans 2. April april 3. April Denial , ein neuer Post über ein Stück am Maxim Gorki (geht mehr ins Theater, ist vielleicht die Botschaft dahinter) und die für mich sich offenbarende Verbindung zu einer buddhistischen Lehrerin namens Pema Chödrön, deren Bücher ich gerade las 4. April My eleven rules for writing everything  Ein Post übers Schreiben. 5. April affront  mit einem Fo...

Ruth Zylberman, die Topographie des Lebens erforschen

Wir befinden uns in einer Schicht über den Vergangenheiten. All das, was bereits geschehen ist, liegt unter uns, gestapelt. Lage für Lage stapelt die Vergangenheit sich unter uns, wie eine geologische Gesteinsformation. All die Leben und Tode, die Taten und Untaten, sind da und bilden das psychische Gelände, auf dem wir unseren Lebensweg zurück legen. Wenn wir aufmerksam sein können, so aufmerksam, wie es uns nur irgend möglich ist, dann können wir diese Schichten erspüren. Das vergangene Wochenende war für mich ein Wochenende der französischen Schriftstellerin und Filmemacherin Ruth Zylberman. Am Freitagabend begann ich ihr Buch Vermisstenstelle zu lesen, das gerade im Secession Verlag erschienen ist. Am Samstag kam sie selbst nach Berlin und stellte im Neuköllner Kino Wolf ihren neuen Dokumentarfilm 209 Rue St. Maur, Paris, 10Ème, The Neighbors – vor. Sowohl in diesem Film als auch in ihrem Buch geht es um Topographie, um das Gelände oder auch den Raum, in dem wir leben,...