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Posts mit dem Label "#gentrifizierung" werden angezeigt.

Corona Tagebuch (47)

Be kind. Be more mindful. In einem seiner Talks, die ich gerade auf Spotify anhöre, erzählt Joseph Goldstein von einem Meditationsaufenthalt in einem Kloster in Burma vor vielen Jahren, und die Zustände dort waren eine Katastrophe. Er musste mit vier anderen in einem winzigen Raum auf dem Zementboden schlafen, das Essen war mies, es war den ganzen Tag über sehr laut, und in seinem Kopf liefen die Gedanken Sturm: "Was fällt denen ein! Ich bin hierher gekommen, um Erleuchtung zu finden! Das geht ja gar nicht unter diesen Umständen." Und so weiter. Wenn er zum Gespräch mit dem Meditationslehrer kam, beklagte er sich auch bei ihm und dieser sagte nur: "Be more mindful." Sei aufmerksam dem gegenüber, was im Augenblick ist. Nicht deinen Gedanken gegenüber, die ja nur eine Geschichte erzählen, die eigentlich immer nur eine Geschichte erzählen, sondern den Kleinigkeiten. Wenn Du gehst, gehe aufmerksam. Wenn du atmest, atme aufmerksam. Wenn du sitzt, sitze. Wenn du denks...

Corona Tagebuch (34)

Die Schulen sollen also wieder aufmachen. Schrittweise. In Berlin bereits ab dem 27. April. Wenn man Kinder mit, zum Beispiel Asthma hat, können die natürlich nicht in die Schule. Generell können alle, die gefährdet sind, an dieser Lockerung der Regeln gar nicht teilnehmen. Mir war das nicht bewusst, weil es mich nicht betrifft. Also, ich habe darüber noch keinen Augenblick nachgedacht. Weil manchmal klingt es so allgemein verständlich, wenn alle davon sprechen, quasi weltweit, dass jetzt aber endlich die Maßnahmen gelockert werde MÜSSEN. Ist ja klar. Wir haben alle keinen Bock mehr. Persönlich könnten von mir aus sofort alle Maßnahmen abgebrochen werden. Aber ich sprach heute mit einer Freundin, die es direkt betrifft. Erst da ging es mir auf: Alle Lehrerinnen, alle Kinder, die in irgendeiner Weise vorbelastet sind oder in ihren Familien stark gefährdete Mitglieder haben, sei es durch Asthma, krasse Allergien, Krebs, andere Vorerkrankungen, können daran nicht teilnehmen. Dieses Nor...

#bizimkiez heißt "unser Kiez" - Wir bleiben!

Eine Familie betreibt 28 Jahre lang einen Laden, der Existenzgrundlage für mehrere Generationen ist. Diese Familie ist in ihrer Nachbarschaft unglaublich beliebt. Ich bin mir der Kitschigkeit der Wortwahl bewusst, aber in diesem Fall trifft sie die Wahrheit. Diese Familie ist ein Teil des Seelenlebens dieser Nachbarschaft, die wir ja in Berlin Kiez nennen In diesem Fall #Wrangelkiez. Bannerherstellung, bringt Bettücher, holt Euch Banner in dem Lotto Toto schräg gegenüber von Bizim Bakkal Das Haus, in dem sich der Laden der Familie befindet, wird verkauft. Der Käufer möchte das Haus, in dem es auch Wohnungen gibt, vollkommen leer haben, Achtung, ich werde wieder kitschig: entseelt, um es dann sanieren und jede einzelne Einheit für einen guten Preis verkaufen zu können. Die Mieter in den Wohnungen bekommen Geld geboten, damit sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ausziehen. Bei der Familie, die den Laden gemietet hat, muss er sich nicht derart aus dem Fenster hängen. Denn die r...