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Posts mit dem Label "DuMont Verlag" werden angezeigt.

Corona Tagebuch (50)

may my heart always be open to little birds who are the secrets of living whatever they sing is better than to know and if men should not hear them men are old may my mind stroll about hungry and fearless and thirsty and supple and even if it's sunday may i be wrong for whenever men are right they are not young aus einem Gedicht von e.e.cummings Wieder hörte ich die Vögel heute morgen und er hat recht: sie sind die Geheimnisse des Lebens. Was immer sie singen, ist besser als was die Menschen wissen oder glauben, zu wissen und Menschen, die sie nicht hören (sondern nur sich und ihre eigenen Meinungen) sind alt. Ich möchte in meinem Denken hungrig sein, angstlos, durstig und geschmeidig, und selbst am Sonntag möchte ich mich auch mal täuschen, denn wenn die Menschen recht haben, sind sie in der Regel nicht mehr jung. Die taz schrieb heute über Das Ende der Solidarität, und da der Text viele meiner eigenen Gedanken wieder gibt, teile ich ihn hier Anregung. Zum Denken. ...

Die Leipziger Buchmesse 2018 - 9 Entdeckungen im Schnee

"Ich sehe keinen besseren Weg, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen, als durch das Lesen von Büchern." Åsne Seierstad in ihrer Dankesrede zum Leipziger Buchpreis für Europäische Verständigung „Lass die Kunst, schau aufs Handwerk. In ihm verstecken sich vielleicht, so wie heute im Internet, vernünftige Ansätze für Alien-Landebahnen.“ aus Bot. Gespräch ohne Autor von Clemens J. Setz Die Leipziger Buchmesse 2018 war eine Veranstaltung, auf die ich mich, man könnte sagen wie immer, nicht vorbereitet habe. Möglicherweise ist dies meine Vorbereitung. Dass ich mich so offen wie möglich mache und ohne Plan hin gehe. Es ist wunderbar, sich dort treiben zu lassen, sich ohne Erwartung in das Getümmel zu stürzen und zu entdecken, was sich einem unerwartet in den Weg wirft. Wenn man sich dem weiten Raum anvertraut,  den diese Messe öffnet und der für mich eine Metapher für das Leben an sich ist, wenn man sich dort treiben lässt, kann man viel Gutes entdecken. Der Wind...

Buch der Woche - Von Beruf Schriftsteller von Haruki Murakami

Heute im Garten Haruki Murakami gelesen, Von Beruf Schriftsteller . In dem Buch traf mich eine Erkenntnis, die mich aufrüttelte in Bezug auf die Frage, was bei meinem eigenen Schreiben immer noch ein großer Schwachpunkt ist. Wir können das Ganze auch gleich flächendeckend anwenden: was in meinem eigenen Leben ein Schwachpunkt ist. Leben und Schreiben sind ja eins. Auch das fand ich in diesem wunderbaren Buch vom Schreiben Seite um Seite bestätigt. Schreibender sein ist wie Mensch sein, atmen, es ist kein Beruf, den man jemals ablegt, sondern eher eine ganz eigene Weise der Existenz. Zurück zur Schwachstelle: Es ist meine allzu schnelle, oft mit Überheblichkeit gepaarte Eigenschaft, auch Bereitschaft, beständig Schlüsse zu ziehen. „Es gibt Charaktere, die ihre Mitmenschen und das, was um sie herum geschieht, rasch und entschieden analysieren und so in kürzester Zeit zu eindeutigen Schlussfolgerungen … gelangen. Allerdings haben solche Menschen keine besondere Veranlagung zur ...