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Posts mit dem Label "Terézia Mora" werden angezeigt.

Leseliste Mai

Meine Leseliste mit alten und nicht ganz so alten Texten von meinem Blog wird sich in diesem Monat vor allem um das Thema Liebe in seinen verschiedenen Formen, zumal um jene, die mir bekannt sind, drehen. 1. Mai Die Rezension von Die Liebe unter Aliens von Terézia Mora, eine Rezension, die ich zufällig noch einmal gelesen habe heute und sie erinnerte mich daran, wie wunderbar ich diese Autorin finde. 2. Mai Elif Shafak Ehre , ein wunderbares Buch 3. Mai Robert Seethaler zeigt in seinem Buch Ein ganzes Leben , mit wie viel Liebe ein Autor seinen Protagonisten zeichnen kann. 4. Mai Lissabon , eine Stadt, die ich liebe. 5. Mai Miljenko Jergovic kämpft in seinem Buch Vater um die Liebe zu diesem, und zu sich selbst. 6. Mai ein englisches Gedicht may 7. Mai ein weiteres Gedicht, und eine Art Mantra für mich open your heart  8. Mai Gelöbnis , ein Gedicht, das ich vor langer Zeit geschrieben habe, das mir aber immer noch sehr viel sagt. Ich könnte es ziemlich genau so heute auc...

Mein Besuch auf der Leipziger Buchmesse

Ich bin naiv und unvorbereitet zur Leipziger Buchmesse gefahren. Im Grunde wusste ich nur, dass ich mich mal ein paar Stunden im Land der Bücher treiben lassen wollte. Dabei hatte ich nicht eingeplant, dass zeitgleich zur Buchmesse der Manga Convention stattfand und dass man ständig in den langen Haaren, Schwertern und Flügeln von irgendwelchen Impersonatern verloren gehen könnte. Abgesehen davon, dass man zwischen gefühlt 2 Millionen Menschen seine Tasche, die irgendwann 100 Kilogramm zu wiegen schien, durch die Hallen und Gänge schleppen würde. Dabei hatte ich nicht ein Buch gekauft oder sonstiges Material ergattert. Aber, immerhin!, genug Wasser dabei.  Bevor ich nach Leipzig fuhr, stellte ich mir meinen Einsatz dort folgendermaßen vor: Ich würde die Stände aller mich interessierenden Verlage kurz abklappern, mir ansonsten einfach mal Leipzig anschauen. Der Zoo soll sehr toll sein und auch der Auenwald. Weil: Bücher habe ich ja auch in Berlin genug und im Grunde benötige ich ...

Ein Gott Ein Tier von Jérôme Ferrari

Es geschieht mir nicht häufig, dass ich ein Buch lese und es dann am liebsten in Gänze zitieren würde, weil eigentlich das ganze Buch wie ein großes Gedicht ist, welches mit seinen Worten in die Tiefen der menschlichen Existenz abtaucht, um dort dem Grauen nicht auszuweichen. Welcher Mut gehört dazu, ein solches Buch zu schreiben, in sich diesen Schmerz zu finden, aus dem die Worte aufs Papier bluten? Ich empfinde, dass wir in einem Zeitalter der Angst leben. Alle haben Angst. Viele erliegen dieser Angst und suchen nach Sündenböcken und schnellen Lösungen. Das Wegducken vor der Angst ist eigentlich das Schlimme an ihr. Wer seiner Angst nachgibt, der hat verloren. Mut ist, der Angst ins Auge zu schauen und dann so lange diese Angst auszuhalten, bis der Schlamm sich gesetzt hat, der Schlamm im eigenen Inneren, der einen dazu bringen möchte, um sich zu schlagen. Die Angst aushalten, bis das Wasser wieder klar ist, um dann aus dieser Klarheit heraus zu handeln. Keine Klarheit ist klar...

Buch der Woche - Die Liebe unter Aliens von Terézia Mora

"Sei ganz ruhig, du lebst noch. Man solle sich endlich damit abfinden, dass die Welt der Körper aufhöre, zu existieren, hatte er neulich irgendwo gelesen, und als er das las, leuchtete es ihm auch völlig ein." "Welcome to the shithole!" Dieses Buch ist, nach vielen Jahren des Romane schreibens Terézia Moras zweiter Band mit Erzählungen. Seltsame Materie , ihr allererstes Buch, mit welchem sie auf der Stelle für Furore sorgte, bestand ebenfalls aus Erzählungen. Bereits in Nicht sterben, ihrem aus der Frankfurter Poetikvorlesung entstandenen Buch, erwähnte sie, dass sich im Laufe der Romanschreiberei viele Personen bei ihr versammelt hätten, die möglicherweise Einzug in Erzählungen halten würden. Denn nicht jede Figur eignet sich für einen Roman. Als Autorin entwickelt man ein Gespür dafür, wie weit eine Person trägt, wie nah man ihr kommen kann. Dennoch hat man bei der Lektüre von Die Liebe unter Aliens oft das Gefühl, da ist ein Stück eingefangen worden von ein...

Wer wird ihn diesmal bekommen?

14 Frauen haben den Nobelpreis für Literatur gewonnen seit 1901, 94 Männer haben ihn auch gewonnen. Es gibt eine Menge Frauen, die hätten ihn gewinnen sollen, weil sie richtig gut waren, aber es sollte nicht sein. Vermutlich gibt es so viele gute Schriftstellerinnen, die ihn nicht gewonnen haben, wie Schriftsteller, die ihn gewonnen haben. Selbstverständlich gibt es auch eine große Menge hervorragender Schriftsteller, die ihn nicht gewonnen haben. Nicht jeder kann ihn gewinnen. Jetzt steht die Vergabe wieder an. Irgendwie fürchte ich, es wird wieder ein Mann werden, obwohl das brachial klingt. Als hätte ich etwas dagegen, dass Männer den Preis gewinnen. Ich habe allerdings etwas dagegen, dass Frauen ihn, jetzt rein statistisch, so selten gewinnen. Immerhin haben die Nobels ihn in den letzten 3 Jahren zweimal einer Frau verliehen. Ich weiß nicht, da kann man vermutlich auch jetzt nicht so richtig unverschämt werden und sagen, wir wollen ihn aber noch 80 Mal gewinnen, wir Frauen, weil...

My list of different Favourites 2015

Bücher Ich weiß, diese Bücher sind nicht brandaktuell, ich lese ja immer so ein wenig hinter den Charts her oder missachte sie auch voller Absicht, aber wenn Ihr in 2016 nur sechs Bücher lesen könntet, würde ich Euch, ungeachtet aller großartigen Bücher, die sicher wieder neu erscheinen werden, diese sechs besonders ans Herz legen. Man sollte sein Leseleben meiner Ansicht nach nicht ohne diese beendet haben. Just sayin'. Dpt. of Speculation Jenny Offill ( meine Rezension ) ist ein so leichtes und wunderbar lesbares Buch über den ganz normalen Alltagswahnsinn einer Beziehung, Familie, beinahe Trennung, ich habe jede Seite verschlungen  Nino Haratischwili Das achte Leben  Ein Mammutwerk, eine Familiengeschichte, ein Buch über die Geschichte Georgiens - auch hier habe ich jede Seite verschlungen und obwohl das Buch unglaublich lang ist, hat es mich nicht einmal gelangweilt, habe ich mich nicht einmal hindurch gequält. Ruth Ozeki A Tale for the Time Being ( meine Rezensi...

My list of different favourites 2014

Meine Lieblingsbücher (darüber gibt es bereits einen gesonderten und etwas ausführlicheren Post hier ) Leiber Svenja, Das letzte Land ( hier ist meine Besprechung des Buches) Mora, Terézia, Das Ungeheuer ( hier ist meine Besprechung des Buches) Shafak, Elif, Ehre ( hier ist meine Besprechung des Buches) Anne Enright, The Gathering Uwe Tellkamp, Der Turm  ( hier ist meine Besprechung des Buches) Meine Lieblingsfilme (die meisten davon hatte ich bereits im März gesehen, wie man hier nachlesen kann) Hannah Arendt August: Osage County Liebe Ai Wei Wei Never sorry Boyhood   Nebraska Meine Lieblingsmusik HaBanot Nechama - so far Adele - Lovesong Doors - Take it as it comes Doors - Yes, the river knows Milky Chance - Fairy Tale Lieblingsorte Schwarze Traube  Die beste Bar, in der ich je war, mit dem besten Barkeeper Deutschlands und ich bestelle, völlig geflasht von allem und ein wenig überfordert, einen schnöden Gin Tonic, mein Lieblingssun...

Meine Lieblingsbücher 2014

In Arbeit ist ein Beitrag, der eine Reihe von Lieblings... whatever von mir enthält. Den mache ich seitdem es den Blog gibt ( 2012 und  2013 ) und er erscheint immer am 1. Januar. Er enthält regelmäßig auch meine Lieblingsbücher des Jahres. Inspiriert durch andere Blogger und Facebookposts, u.a. von Buzzaldrins , möchte ich aber auch einen kurzen Rückblick ausschließlich auf meine persönlichen Lesehighlights des letzten Jahres werfen. Es überrascht mich schon jetzt, dass für meine Verhältnisse viele deutsche Bücher darunter sind. Ich bin seit Jahren eher eine anglophile Leserin und verschlinge viele viele viele amerikanische Bücher im Original. Aber dieses Jahr haben mich die deutschen Autorinnen noch mehr gepackt als schon im letzten Jahr, wo auch einige unter meinen Highlights waren. Sich die besten Bücher, die man im Laufe eines Jahres gelesen hat, noch einmal konzentriert vor Augen zu halten, ist ein bisschen, wie das ganze Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. D...

Das Ungeheuer - ein Roman von Terézia Mora und auch mein neues Lieblingsbuch

Nachdem ich Der einzige Mann auf dem Kontinent gelesen hatte , konnte ich es kaum erwarten, die Fortsetzung zu beginnen: Das Ungeheuer . Ich wusste, es würde ein phantastisches Buch sein, weil der Vorgänger mich ja schon vollkommen beeindruckt hatte (übrigens: wem habe ich es ausgeliehen? heute beim Regalaufräumen stellte ich fest, dass es weg ist!) und ich kannte Terézia Mora gut genug um zu ahnen, dass sie jetzt nicht nachlassen, sondern noch besser werden würde. Jetzt habe ich es beendet und ich muss sagen: ich hatte Recht! Für mich ist es eines der besten ( sagen wir 10) Bücher, das ich je gelesen habe. Es dringt zum einen in die Tiefe der beiden Charaktere, Darius und Flora, (ich mag es, wenn Bücher in die Tiefe dringen) die einem im Verlauf der Geschichte so nah kommen, wie es einem selbst im wirklichen Leben Menschen selten tun (was ja sein Gutes haben kann). Zum anderen dringt man  als Lesende während der Lektüre ebenfalls in eine Tiefe vor, tiefseetauchermäßig, unter di...