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Posts mit dem Label "Regula Franz" werden angezeigt.

Corona Tagebuch (26)

Heute so: Deutschland nimmt 50 unbegleitete Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern auf. Ich gehe davon aus, dass wird jetzt nicht als bahnbrechender Erfolg gefeiert. Vielleicht dreht man sicher eher etwas verschämt weg, wenn man die Zahl vor sich hin nuschelt. Sachsen-Anhalts Innenminister sieht die Möglichkeit 1 (!!) unbegleitetes Flüchtlingskind in Sachsen-Anhalt aufzunehmen. Ohne Worte. 68 AfD-Abgeordnete treffen sich gestern zu einer Sitzung in einem Sitzungssaal des Deutschen Bundestages und beschliessen, dass sie darauf dringen werden, die Corona Maßnahmen möglichst schnell zu lockern. Es wäre natürlich ein Treppenwitz der Geschichte, wenn jetzt einer dieser Abgeordneten infiziert wäre und demnächst dann alle 68 Corona bekämen. Shit happens. Dem Klima tut der Lockdown sehr gut. In vielen Regionen ist zum ersten Mal seit Jahren klarer Himmel. Die Luftwerte verbessern sich messbar und der Stromverbrauch sinkt. Heute mit ein paar Menschen gesprochen. Was mich am meist...

Corona Tagebuch (22)

Australien fordert alle Ausländer mit einem befristeten Visum, die sich nicht für die nächsten sechs Monate finanzieren können auf, das Land zu verlassen. Manchmal denke ich, die Gegner der offenen Gesellschaft müssen sich sehr über diesen Virus freuen, der so viele Errungenschaften quasi über Nacht rückgängig macht. Wo selbst Landkreise sich abschotten gegen jeden, der lediglich einen zweiten Wohnsitz dort hat. Wo Menschen plötzlich weltweit gezwungen werden, dorthin zu gehen, wo sie her kommen. Blöd nur, wenn man nirgendwo herkommt, oder dorthin auf keinen Fall zurück kann, oder sein Leben in Australien liebt, oder in der Stadtwohnung in Berlin den Verstand verliert, während die kleine Hütte in Brandenburg einem helfen würde, diese Krise zu überstehen, ohne irgendwann in der Psychiatrie zu landen. Ich frage mich, ob all diese Regelungen, Dekrete, Bestimmungen je wieder zurück gedreht werden oder ob die Bewegungsfreiheit, die Teil meines Lebens war und mit der meine Kinder als sie ...

Georgia O'Keeffe auf Ghost Ranch - Ein Photo-Essay von John Loengard

Ein Bildband, der mich schon seit Jahren begleitet, den ich immer wieder anschaue, ist der Photo-Essay über die schon recht alte Georgia O'Keeffe und ihr Leben in New Mexico Georgia O'Keeffe auf Ghost Ranch . Angesichts der Tatsache, dass ich im kommenden Jahr ganz in die Nähe der Ghost Ranch gehen werde, um drei Wochen in der Abgeschiedenheit New Mexicos zu schreiben, habe ich das Buch heute wieder hervor geholt. Die Landschaft New Mexicos fasziniert mich, seitdem ich vor vielen Jahren dort, auf Georgia O'Keeffes Ghost Ranch , einen Schreibworkshop mit gemacht habe. Die Faszination ist nicht rational erklärbar, sondern einfach eine Tatsache, die sich mir von der ersten Begegnung an durch ein klares Gefühl aufdrängte. Eine Sicherheit: dies ist einer meiner Seelenorte, wo man sich sofort selbst begegnet und alles glasklar ist. Wäre ich nicht in Berlin gelandet, ich denke, ich wäre dorthin gezogen, unvermeidlich. Georgia O'Keeffe war eine der großen amerikanischen ...