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19 Bücher, die ich immer schon lesen wollte

Ich war gerade "kurz" auf Facebook, um zu checken, ob mich jemand vermisst hat und möglicherweise mein Nachrichtenspeicher überläuft mit Anfragen, wo ich mich herum treibe. Aber leider war da nix und ich beginne, an Facebook und meinen 170 Freunden dort zu zweifeln. Ich war 2 Tage im Garten, mit Lilly, wir haben eine Schlange und sehr viele Eidechsen gesehen, ein einstündiges Nachtgewitter erlebt, Erdbeeren ohne Ende geerntet, mit Wasser gespritzt, in einen Eimer gepinkelt, weil wir uns nachts nicht aufs Draussenklo trauen (es knistert manchmal verdächtig in allen Büschen), unsere Adoptivkatze Shadow mehrfach gefüttert und bestreichelt, Unkraut gejätet, mir ist im Netto in Löcknitz eine Konservendose auf den Zeh gefallen, so dass dieser jetzt blau ist, ich habe unter dem Nachtmond auf der Terrasse Yoga gemacht, wir haben zusammen etwa 14 Mückenstiche, was mager ist. Im letzten Sommer waren es 214! - also mein Leben war herrlich, nur auf Facebook hat mich niemand vermisst. Das macht mich irgendwie fertig, und dann auch wieder nicht! Denn das Leben auf Facebook ist in der Regel nicht wirklich soooo herrlich. Dafür habe ich dann aber doch ein paar Fotos gelikt und bin beim gelangweilten Stöbern noch auf eine Überschrift gestoßen bei Stefan Mesch, die mein  Interesse sofort bannte 19 books you've been meaning to read forever. Ich zweifle immer noch an Facebook, aber manchmal inspiriert es mich, und das rechne ich ihm hoch an, dem guten alten FB!  Ich liebe Listen, ich liebe Bücher, was lag also schlussendlich näher, als mal eben darüber nachzudenken, welche 19 Bücher ich schon immer lesen wollte. Interessanterweise habe ich die meisten Bücher auf Book Riots Liste nämlich längst gelesen und der Rest interessiert mich nicht so brennend. Harper Lee ist, wenn ich das spontan abgleiche, die einzige Schnittmenge zwischen. Tolstoi kann ich nur empfehlen! Beide sind großartig. Aber welche Bücher wollte ich schon immer lesen? Wobei "forever lesen wollte" eine gewisse Interpretationsbandbreite bei mir erhält. Denn ein Buch, das 2009 erst erschienen ist, kann ich ja unmöglich schon seit immer lesen wollen (es sei denn, ich wäre hellsichtig und hätte schon forever zum Beispiel gewusst, dass Hilary Mantel eines Tages "Wolf Hall" schreiben würde, was mich extrem nerven würde, also, ich meine, das Hellsichtigkeitsein, weil ich dann den Überblick über die Bücher, die ich lesen möchte, endgültig verlieren würde). Seit ich aber weiß, dass es Wolf Hall gibt, und das fühlt sich manchmal an wie forever, obwohl es, glaube ich, 2012 war, möchte ich es lesen, und im Grunde wundert es mich, dass es noch auf meinem Nachttisch im Stapel liegt, ich hätte es schon gelesen haben müssen. Ich bin nur noch nicht dazu gekommen oder so. Solche Bücher gibt es für jeden, oder? Einige will ich lesen, seitdem ich 12 bin, andere seit 5 Jahren, aber der Wunsch ist bei allen gleich drängend. Dies ist also meine Liste.

1. Rainer Maria Rilke Briefe an einen jungen Dichter
2. Hermann Hesse Das Glasperlenspiel
3.Thomas Mann, Der Zauberberg
4. Philip Roth, Everyman
5. Harper Lee, To Kill a Mockingbird
6. Hilary Mantel, Wolf Hall
7. Louis-Ferdinand Céline, Reise bis ans Ende der Nacht
8. Annie Proulx, Shipping News
9. Jeffrey Eugenides, The Virgin Suicides
10. Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften
11. Carson McCullers, The Member of the Wedding
12. Jonathan Franzen, The Corrections
13. Leslie Marmon Silko, Ceremony
14. James Welch, Fools Crow
15. N. Scott Momaday, The Way to Rainy Mountain
16. Jim Harrison, Legends of the Fall
17. Toni Morrison, Beloved
18. Maya Angelou, Letter to my Daughter
19. Maya Angelou, The Collected Autobiographies

© Susanne Becker

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