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Posts mit dem Label "Longlist" werden angezeigt.

Miroloi von Karen Köhler

Heute habe ich Miroloi von Karen Köhler beendet. Ein von der Autorin selbst gestaltetes, wunderschönes Buch. Eine Parabel auf die Wirklichkeit, unter deren Wucht man sich unangenehm windet. Man möchte nicht daran denken, wie real all das, was Köhler erzählt, für viele Frauen auf dieser Welt ist. Und leider nicht nur auf einsamen Inseln, sondern z.B. mitten in Brooklyn, in der chassidischen Gemeinde (siehe dazu Unorthodox von Deborah Feldman), um nur ein Beispiel zu nennen. Seltsamerweise ging es mir tatsächlich so, dass ich während der Lektüre von Miroloi sehr oft an die Geschichte Deborah Feldmans denken musste. Die ja darin ebenfalls eine archaische, weltabgewandte Gesellschaft schildert, der sie selbst gegen alle Wahrscheinlichkeit zu entfliehen versucht. Das Buch handelt von einer namenlosen Außenseiterin, die in einer abgelegenen Inselgemeinde aufwächst, wo Frauen keinerlei Rechte haben. Sie dürfen weder lesen, schreiben noch schwimmen. Sie haben keinerlei Möglichkeiten,...

Lola Randl, Der große Garten

Heute kam die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 raus und zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass eines meiner Lieblingsbücher dieses Jahres mit auf dieser Liste ist.  Der Große Garten von Lola Randl. Ich war deshalb überrascht, weil es ein ungemein lustiges Buch ist. Bei keinem anderen Buch in diesem Jahr habe ich so viel gelacht. Irgendwie verbinde ich den Deutschen Buchpreis nicht mit lustigen Büchern. Ich stelle mir immer komplizierte und sehr intellektuelle Bücher beim Buchpreis vor. Was nicht negativ gemeint ist. Ich mag komplizierte Bücher. Deshalb wunderte es mich beinahe selbst, dass Der Große Garten mich so fesseln konnte. Wo das in diesem Jahr wirklich nur wenigen Büchern gelingt. So wenigen, dass ich glaube, ich befinde mich mitten in einer veritablen Lesekrise.  Vielleicht hatte es damit zu tun, dass ich zum Zeitpunkt der Lektüre gerade selbst noch meinen Großen Garten in der Uckermark hatte, im Begriff war, ihn zu verkaufen und dieses Buch m...

Longlist für den Deutschen Buchpreis 2014

Seit heute morgen ist sie also bekannt, die Longlist für den Deutschen Buchpreis und ich verhehle nicht, dass sie mich enttäuscht hat. Meine persönliche Favoritin Svenja Leiber mit ihrem großartigen Buch  Das letzte Land  ist nicht dabei. Im Grunde verstehe ich es nicht. Aber im Grunde verstehe ich die Longlist des Deutschen Buchpreises sowieso nie. Dennoch hat im letzten Jahr das Buch gewonnen, das für mich der herausragende Favorit war, der im Grunde einzig mögliche veritable Gewinner  Das Ungeheuer  von Terézia Mora. Das zeigt mir erstmal eins: es gibt Momente, das sind der Deutsche Buchpreis und ich auf einer Wellenlänge, es gibt andere Momente, da schweben wir offensichtlich durch völlig unterschiedliche Sphären. Einer dieser Momente ist gerade eingetreten weswegen ich ein bisschen beleidigt bin, auch wenn ich weiß, dass das nichts nützt. Ich bin leicht zu versöhnen, weswegen ich diese Longlist auch schon wieder freundlich anzwinkere und mir überlege, welches d...