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Posts mit dem Label "Gedicht" werden angezeigt.

Leere

Da, wo nichts mehr gesagt wird. Habe ich Quitten geerntet in einem inneren Garten. In diesem Jahr gab es keinen Schnee. Niemals wurde es still. Blütenstaub auf allen Wiesenflächen. Die Konturen verwischten. In einem leeren Raum können sie sich entwickeln. Langeweile. Schnee. Licht. Vorsicht, die Bienen sterben. Die Einzelteile der Liebe flattern im Wind. Das geöffnete Herz. Es ist eine Radikalität in allem. Sobald die Liebe der Zerbrechlichkeit die Stirn bietet, treten die Konturen hervor. (c) Susanne Becker

my soul meine mutter mi corazon (a poem, ein gedicht, una poema)

Mojacar Playa, Andalucia mi corazon mi alma mi madre cuando el amor es enconces se trata de la concentracíon, no otro, no te distraigas el mente es un patio de recreo concentracíon un juguete todo es posible te quiero mucho pero te dejaré ir el aplomo no actuar por necesidad la fragilidad de amar y no agárrarse fuerte la generosidad para abrir mi corazón a la verdad que veo cada corazón es un cielo me gusta el moviemento constante las estrellas todo es un milagro todo milagro es un explosíon nada queba como estaba te quiero mucho te dejo ir no sé quien eres el momento ha paso pero tu eres parte de mi mi cara es tu cara mi piel recuerda tu piel tu cara es en mi corazón es el cielo es una estrella fugaz es este poema   Museum Kornelimünster, Selfie vor einem Werk von Heinz Mack my soul              ...

Floßfahrt

Eine Zeitfalte insgesamt, Bruchteil des Sommers, auf dem Wasser verbracht, umgeben von Freundschaft, geschwommen in dem milden Wohlwollen des sich Kennens seit ewig. Nichts kann einen mehr aneinander aus der Fassung bringen. Man hat alles schon gesehen, bis auf den Eisvogel, der mit einem lauten Kreischen zwischen den Bäumen eintaucht. Wo jeder er selbst sein kann, ohne Rückspiegel, ohne Notbremse. Die Kinder springen vom Dach, in die Tiefe eines neuen Sees, kopfüber, täglich den Wagemut bestätigend, der eine Freundschaft ermöglicht, die alle Zeitfalten entlang gedauert hat.  (c) Susanne Becker

Could I hold you in my silence

Could I hold you in my silence, where words no longer mean inner certainty, mean anything. It is this moment, caught in midair. What is, is good & the only gift, we can offer each other, is to let go of every word - a prison, unable to catch the inner landscape, vast like the mesa, the ocean. A million words can never say, what I want to tell you. Can never say, what I want to tell you. (c) Susanne Becker

Writing at the Fundacion Valparaiso in Mojacar, Spain

„…and you too have come into the world to do this, to go easy, to be filled with light, and to shine.“ Mary Oliver I am home from my first writing residency with other artists. In Herekeke , three years ago, I was alone with Miss Lilly and my endlessly talkative mind. There were also the mesa, the sunsets, the New Mexico sky, the silence and wonderful Peggy Chan, who came by once a day. She offers this perfect place for artists, and I will be forever grateful to her. The conversations we had, resonate until today within me. It was the most fantastic time, I was given there, and the more my time in Spain approached, I pondered second thoughts: Should I go? Could I have a time like in Herekeke somewhere else, with other people? It seemed unlikely. When I left the airport in Almeria with my rental car, I was stunned to find, that the andalusian landscape is so much like New Mexico. Even better, because, it has an ocean too. I drove to Mojacar and to the FundacionValparaiso ...

what i learn here, qué aprendo yo aqui, was ich hier lerne (a poem, una poema, ein Gedicht))

what i learn here  language is my playground but also: i learn beyond language no words needed words can be a wall everything is a poem a piece of green glass age is a myth a rock a snail shell my face is your face my face is a cloud is a poem could i put a coat of my words around you it would be a poem what i find here now i am very clear the object of art is freedom the subject too never for money always for love can we share this? yes: because poetry is in everything qué aprendo yo aquí la lenguaje es mi patio de recreo pero tambien: aprendo más allá de lenguaje mis palabras no son necesarias palabras como un muro todo es un poema un vidrio roto verde la edad es un mito una piedra una concha de caracol mi cara es tu cara mi cara es una nube es un poema yo me vesti con mis palabras como un abrigo sería un poema qué me encuentro aquí ahora soy muy clara el objeto de arte es libertad el sujeto tambien nunca por dinero si...

Travelling Home

You are like a foreign country. I do not speak your language. Drowning in your eyes, which I can not read. What you do, goes right through me, cuts me open, I think, I might lose myself in you, which is a story about you, which is myself? The first time we sat in a train, you sat across from me & told me about your life. I knew, I would rather not leave the  train again, ever. What feels like home? Is it home? Riding around Berlin in a train, listening to your story, swimming in your eyes away from what I knew as home, but was not. Never could be, because I moved in, when I was a stranger to myself. Every plastic flower on the table, in the vietnamese restaurant, remember? was the most beautiful thing, I ever laid my eyes on. Of course you. The shabby plastic table itself. The pho was very good! Best soup, I ever tasted, while locking myself into your universe. You are like a foreign country. I travel yo...

Leseliste April

Falls Ihr ein wenig quer beet lesen möchtet auf dem Blog, habe ich mir überlegt, ab jetzt jeden Monat eine Art Playlist, oder eher Leseliste zusammenzustellen, wo man jeden Tag einen alten Text lesen kann. Das erleichtert vielleicht das Stöbern auf meinem Blog, es gibt Einblicke in die verschiedenen Themen und vielleicht auch ein wenig Inspiration. Die Aprilliste kommt etwas verspätet. Aber ich werde versuchen, ab jetzt gleich am 1. eine Liste zu schalten. Wenn ich davon ausgehe, dass die Liste der Ursprung der Kultur ist (s. Link für den 23. April), dann finde ich, passt das doch. 1. April Osterkoans 2. April april 3. April Denial , ein neuer Post über ein Stück am Maxim Gorki (geht mehr ins Theater, ist vielleicht die Botschaft dahinter) und die für mich sich offenbarende Verbindung zu einer buddhistischen Lehrerin namens Pema Chödrön, deren Bücher ich gerade las 4. April My eleven rules for writing everything  Ein Post übers Schreiben. 5. April affront  mit einem Fo...

Denial - oder: ich verdränge.

Vor einigen Wochen sah ich das Stück Denial im Maxim Gorki Theater hier in Berlin. Ist es ein Stück? Vielleicht eher eine Art Entwicklung der offenen Frage: wie können wir trotz all des Schmerzes, der in uns und um uns ist, leben?  Das Suchen nach den Antworten beginnt bei Yael Ronen und der Truppe mit der Idee. Die Aufführungen, das „fertige“ Stück scheinen immer, und das schätze ich daran, wie eine Präsentation von work in progress. Man lässt das Publikum teilhaben an den bisherigen Ergebnissen der Forschung und lädt zu eigener Forschung ein. Es gibt immer so viele Antworten wie Antwortende, oder Fragende. Es ist das zweite Stück, das ich von Yael Ronen sehe, und beiden gemeinsam ist die Offenheit der Haltung, die es der Zuschauerin sofort ermöglicht, eine Antworten zu suchen. Es geht hier um die offene Frage, wie wir Menschen in der Lage sind, all das zu verdrängen, was in unserem direkten Leben und um uns herum geschieht, Schmerzen und Leid erzeugt und weiter so z...

Buch der Woche - Fast dumm von Ann Cotten

Ann Cotten, Fast Dumm Essays von on the road Ich muss wieder reisen. Das war mir in dem Moment klar, als ich heute Ann Cottens spannendes Buch Fast dumm , erschienen bei den Fürther starfruit publications , aus dem Briefkasten zog. Roadtrips are necessary! Very! Schon das Coverphoto zieht mich im Grunde auf die Straße. Sofort möchte ich den Schlüssel in ein Zündschloss stecken und mich auf den Weg machen. Es gibt sehr viele Orte, die ich unbedingt noch oder wieder sehen möchte und ich sollte damit beginnen, bevor ich so alt bin, dass ich einen Rollator brauche. Das ist nicht witzig. Ich weiß! Es gibt so viel, was ich kapieren möchte.  Das Reisen als Übung darin, in der Nähe zu leben. Das klingt paradox, aber nur im ersten Moment. Im zweiten kann ich erklären, dass in der Nähe zu leben bedeutet: Dinge, Situationen, Menschen, Orte, sagen wir mal: das Leben, an sich heran kommen zu lassen, ohne sich mit einer Sichtblende aus theoretischem Firlefanz davor zu verbar...

Lissabon

Angeregt durch einen Kommentar in meinem Blog, aber noch vielmehr durch meine letzte Lissabon Reise, die gerade erst wenige Monate zurückliegt, kam mir der Gedanke, hier einmal ein paar Vorschläge zu machen für all jene, die vorhaben, in nächster oder späterer Zeit Lissabon zu bereisen. Wenn Ihr, wie ich, Eure Reisevorbereitungen gerne mit Hilfe von Lektüre, Filmen und Musik bestreitet, dann habe ich hier ein paar Ideen für Euch. Ich übernehme aber keine Haftung! Wenn Ihr Euch, wie ich, in Lissabon verliebt, gibt es nur eine Hilfe: immer wieder hinfahren. „Quem nao viu Lisboa, nao viu coisa boa!“ („Wer Lissabon nicht gesehen hat, hat nichts Schönes gesehen.“) Portugiesisches Sprichwort, dem ich voll und ganz zustimme. Eines der klassischen Bücher, in denen Lissabon eine Hauptrolle spielt, habe natürlich auch ich verschlungen. Nachtzug nach Lissabon , 2004  von Pascal Mercier geschrieben, ist eine wunderbare Geschichte über einen Schweizer Altphilologen, der eine Zeitreis...

My List of Favourites 2017

Am Ende eines jeden Jahres stelle ich eine Liste zusammen mit den Filmen, Büchern, Musikstücken, Orten, die mir in dem Jahr am meisten Freude gemacht haben, an denen oder mit denen ich "random acts of closeness" erleben durfte. Heute, bei einem Spaziergang durch die Stadt wurde mir klar, dass ich diese Dinge auch deshalb auswähle (oder sie mich), weil ich an ihnen oder mit ihnen einen Zustand innerer Stille erfahren durfte, das Gefühl, mich in einem unendlichen inneren Raum zu bewegen, der meine Kreativität und mein Glück nährt. Somit hat mich jede einzelne dieser Begegnungen weiter gebracht auf meinem Weg. Wenn ich einen Vorsatz für 2018 haben würde, und wahrscheinlich habe ich ihn in diesem Moment, in dem ich ihn hier aufschreibe, gerade öffentlich getroffen, dann wäre es dieser: so viel Stille wie möglich in mein Leben bringen, durch gute Freunde und neue Menschen, gute Bücher, gute Filme, gute Musik, Yoga, Meditation, das Verweilen an Orten, die die Stille in mir befruch...