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Posts mit dem Label "Annie Ernaux" werden angezeigt.

Corona Tagebuch (58)

  August. Schon August. Ein Sommer, der als Lockdown begann, scheu und sehnlich erwartet, geht schon wieder seinem Ende entgegen und ich bin nicht dafür bereit. Ich möchte noch so viele Male schwimmen gehen und meine Füße im Gras spüren.  Seit Wochen arbeite ich mich durch ein Buch von Joseph Goldstein. Ich hatte ihn hier schon mehrfach erwähnt. Er ist für mich ein großer Lehrer, obwohl ich ihn noch nie persönlich treffen konnte. Aber ich höre seine Talks auf Spotify oder anderen Seiten und das Buch Mindfulness. A Practical Guide to Awakening nährt meine Gedanken und auch mein Schreiben.  Heute fand ich darin ein wunderbares Zitat, das ich mit euch teilen möchte: "One of the many misconceptions we often carry throughout our lives is that our perceptions of ourselves and the world are basically accurate and true, that they reflect some stable, ultimate reality. This misconception leads to tremendous suffering, ...." Was, wenn immer alles anders wäre, als wir denken? ...

Leseliste Juni 2018

Das Thema diesmal: Frauen. Aus einem einfachen Grund. Am 6. Juni, also heute, wäre meine Mutter 76 Jahre alt geworden. Am 5. Juni hat eine meiner besten und ältesten Freundinnen Geburtstag. Grund genug, die Liste des Monats den Frauen zu widmen. Bücher von Frauen, weibliche Gedichte, Texte, die weibliche Themen behandeln, zusammen gesucht aus den Blogeinträgen der letzten Jahre von mir für Euch: 1. Juni: Frauen, die lachen, sind gefährlich (Text geschrieben, nachdem ein hoher türkischer Politiker die Idee geäußert hat, Frauen das Lachen zu verbieten) 2. Juni Rebecca Solnit Wenn Männer mir die Welt erklären . Heute noch auf Twitter den Spruch gelesen: Wenn ich was von Pizza sage, fangen Männer an, mir den Teig zu erklären :-) 3. Juni Die ersten arabischen Frauen bekommen ihren Führerschein. "Schuld" daran ist auch Manal al-Sharif , die ich vor einigen Monaten im Deutschen Theater Berlin erleben durfte, wo sie aus ihrem Buch Losfahren las. 4. Juni Eine Familiengeschichte...

Buch der Woche - Annie Ernaux, Die Jahre

   „…, ein Buch, das das Vergehen der Zeit in ihrem Inneren und außerhalb von ihr, in der großen Geschichte, beschreibt, einen „totalen Roman“, der in völliger Besitzlosigkeit enden würde, damit, dass sie sich von Menschen und Dingen lossagt, bis nichts mehr übrig wäre,…“ Annie Ernaux‘ wunderbares Buch Die Jahre , erschienen im Suhrkamp Verlag , versucht die Jahre, die man gelebt hat, einzufangen. Sie vergehen, aber kann man vielleicht doch etwas halten von ihnen, weiter geben? Bei der Lektüre musste ich oft daran denken, als ich die Schränke meiner Mutter nach deren Tod ausräumte und sich immer wieder die Frage aufdrängte: Was bleibt von einem Menschenleben? Bei der Lektüre kam es mir so vor, als meditiere Annie Ernaux diese Frage bereits vor ihrem Tod, um das, was bleibt, der Nachwelt zu übergeben. Aber auch, um es sich selbst vor Augen zu führen und es dann ganz loszulassen. Das Buch protokolliert die Lebensgeschichte einer Frau, die in den 40er Jahren des letzt...