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What is sacred?

This is a text, which was first published on Valley Haggards page Life in 10 Minuntes. A great page from a great writer and I always feel proud, when she chooses to publish one of my pieces. The text is about one year old, so dating back to April of 2017, but funny enough, it still is totally true. I am even less moody 😘

What is sacred?

I read this headline today. It was the title of an inspiring piece of writing by Linda Laino, a wonderful artist and mutual friend of me and my friends from Richmond. It got me thinking.

What is sacred, for me? 

Deep down, I always knew, that the sacred was everywhere, that it was the underground of human life, of my life in particular.

Still, it was difficult for me to reach. 

At times, I felt, nothing was sacred. And I wasn’t even depressed, at least not diagnosed, ever. I was very moody, though. I accepted it. My moodiness and the impossibility to reach the sacred.

When I first came to Richmond, I joined a poetry group, which was one of the most inspiring…
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Buch der Woche - Michael Stauffer, Jeden Tag das Universum begrĂŒssen

"Fußnote 130 „Ich musste noch etwas einkleben. Deswegen bin ich zu spĂ€t.“"
FĂŒr mich ist dieses Buch, Jeden Tag das Universum begrĂŒssen von dem Schweizer Schriftsteller Michael Stauffer meine persönliche Lieblingsentdeckung der Leipziger Buchmesse
Es ist wahr. Ich ging eigentlich am Voland & Quist Stand einfach so vorbei. Aber da rief es nach mir. Laut und deutlich. Ich blieb stehen, sah es an und war sofort verliebt. Wie das immer ist, wenn man sich verliebt, war es jenseits von logischen GrĂŒnden, dass mich dieses Buch unter all den Millionen in den Messehallen ausgestellten Werken so derart intensiv berĂŒhrte. Ich denke, es hat damit zu tun, dass man sich immer dann verliebt, wenn einen etwas im tiefsten Inneren auf magische Weise anspricht. 
Was es dann wieder beinahe logisch macht, dass es mich anspricht, denn es tut etwas, das ich auch tue mit meinen ganzen Tage- und NotizbĂŒchern und dem Leben: es sucht nach einer GĂŒltigkeit, verfolgt eine Spur, man kann fast sagen…

Svenja Leiber, Staub

„Vielleicht gehöre ich tatsĂ€chlich zu den Menschen, die an den harmloseren Stellen der Welt Gefahr vermuten, wĂ€hrend die wirklichen Gefahren eine Art Wind in den Segeln ihres Lebens sind."
Das neue Buch von Svenja Leiber ist ungewöhnlich. Was bei ihren BĂŒchern eigentlich immer zutrifft. Sie schreibt keinen Mainstream. Es kommt mir so vor, als schriebe sie aus einem inneren Raum heraus, der sehr meditativ ist, auch philosophisch.
Staub ist ein Roman, der die Frage erforscht, wer wir sind, ob wir jemals sind, wer wir sind und wie sehr wir uns selbst und andere durch unsere Konstruktionen und Bilder voneinander in GefĂ€ngnisse sperren. Das Verlorensein in der Festlegung und die Flucht daraus. Paul Jandl nennt Svenja Leibers BĂŒcher in der NZZ „luzide literarische Psychologie“. FĂŒr mich trifft er damit sehr genau, was sie mit all ihren Werken tut und was sie in der Landschaft der deutschen Literatur fĂŒr mich einzigartig macht: sie erforscht die Situationen des Menschen, sein Geworfense…

Leseliste April

Falls Ihr ein wenig quer beet lesen möchtet auf dem Blog, habe ich mir ĂŒberlegt, ab jetzt jeden Monat eine Art Playlist, oder eher Leseliste zusammenzustellen, wo man jeden Tag einen alten Text lesen kann. Das erleichtert vielleicht das Stöbern auf meinem Blog, es gibt Einblicke in die verschiedenen Themen und vielleicht auch ein wenig Inspiration. Die Aprilliste kommt etwas verspĂ€tet. Aber ich werde versuchen, ab jetzt gleich am 1. eine Liste zu schalten.

Wenn ich davon ausgehe, dass die Liste der Ursprung der Kultur ist (s. Link fĂŒr den 23. April), dann finde ich, passt das doch.

1. April Osterkoans
2. April april
3. April Denial, ein neuer Post ĂŒber ein StĂŒck am Maxim Gorki (geht mehr ins Theater, ist vielleicht die Botschaft dahinter) und die fĂŒr mich sich offenbarende Verbindung zu einer buddhistischen Lehrerin namens Pema Chödrön, deren BĂŒcher ich gerade las
4. April My eleven rules for writing everything Ein Post ĂŒbers Schreiben.
5. April affront mit einem Foto aus Wien. Ich ha…

Denial - oder: ich verdrÀnge.

Vor einigen Wochen sah ich das StĂŒck Denial im Maxim Gorki Theater hier in Berlin. Ist es ein StĂŒck? Vielleicht eher eine Art Entwicklung der offenen Frage: wie können wir trotz all des Schmerzes, der in uns und um uns ist, leben?  Das Suchen nach den Antworten beginnt bei Yael Ronen und der Truppe mit der Idee. Die AuffĂŒhrungen, das „fertige“ StĂŒck scheinen immer, und das schĂ€tze ich daran, wie eine PrĂ€sentation von work in progress. Man lĂ€sst das Publikum teilhaben an den bisherigen Ergebnissen der Forschung und lĂ€dt zu eigener Forschung ein. Es gibt immer so viele Antworten wie Antwortende, oder Fragende. Es ist das zweite StĂŒck, das ich von Yael Ronen sehe, und beiden gemeinsam ist die Offenheit der Haltung, die es der Zuschauerin sofort ermöglicht, eine Antworten zu suchen.
Es geht hier um die offene Frage, wie wir Menschen in der Lage sind, all das zu verdrĂ€ngen, was in unserem direkten Leben und um uns herum geschieht, Schmerzen und Leid erzeugt und weiter so zu leben, als wĂ€r…

book of the week - rupi kaur, the sun and her flowers

Rupi Kaur's book of poems is a book of wisdom, female wisdom.

"living is difficult, it is difficult for everybody. and it is at that moment when living feels like crawling through a pin-sized hole, that we must resist the urge of succumbing to bad memories. refuse to bow before bad months or bad years, cause our eyes are starving to feast on this world, there are so many turquoise bodies of water left for us to dive in."

It is like the protocol of a bad year, and how to crawl out of it. It contains all manners of female misery, from rape, to a broken heart, to growing up in a society of misogynists, of being an immigrant, of being told by society that you are simply not good enough the way you are. It is a book about racism, female power and motherhood, or daughterhood.
It shows the way from darkness, through more darkness, to light.
How to empower oneself.

The collection is split into five chapters: wilting, falling, rooting, rising, and blooming.
Just like flowers have …

Buch der Woche - Eine Geschichte von Liebe und Finsternis von Amos Oz

"Die Furcht, die in jedem jĂŒdischen Haus herrschte, die Furcht, ĂŒber die man fast nie sprach, die uns nur indirekt, wie Gift, Tropfen fĂŒr Tropfen eingeflĂ¶ĂŸt wurde, das war die grauenhafte Furcht, wir wĂ€ren vielleicht wirklich nicht sauber genug, wĂ€ren vielleicht wirklich zu laut, wĂŒrden uns zu sehr in den Vordergrund drĂ€ngen, wĂ€ren zu gewieft und zu geldgierig. Vielleicht wĂ€re unser Verhalten tatsĂ€chlich unpassend. Es gab so eine Todesangst, die Angst, wir könnten, Gott behĂŒte, einen schlechten Eindruck auf die Gojim machen, und dann wĂŒrden sie wĂŒtend werden und uns deshalb wieder schreckliche Dinge antun, die man sich lieber gar nicht vorstellte. Tausendmal hĂ€mmerte man jedem jĂŒdischen Kind ein, sie auch dann nett und höflich zu behandeln, wenn sie grob oder betrunken waren.... man dĂŒrfe sie nicht reizen..." So erzĂ€hlt es in Amos Oz' Buch die Schwester der Mutter ihrem Neffen. So war es vor dem Holocaust.
Dies ist mein erstes Buch von Amos Oz und hĂ€tte es mir nicht vor ei…