Berlin

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Samstag, 11. April 2015

das glück verschweigen

ich gehöre den Geräuschen an
durch die Wand dringen monströse

Klangwellen, durch die Decke auch
werden sie zu Stimmungswellen

ich verschweige die Unwahrheit
der ich gehöre, während du dein

Lied summst, obwohl das Wort
meine Zunge benetzt, muss man

sich eine Freiheit doch zutrauen,
eine Größe, damit es etwas wird,

so viele Zeiten verschwendet in
Dingen, die niemand tun wollte,

soviel Glück, auch Unglück, im
Sande verlaufen von oben nach

unten, ohne dass da ein Ja gewesen
wäre im voll genommenen Mund

der sich stets richtete nach denen,
die waren hinter Decke und Wand

© Susanne Becker

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