Berlin

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Mittwoch, 4. Dezember 2013

100 bemerkenswerte Bücher - Die New York Times Liste 2013

Die Zeit der Buchlisten ist wieder angebrochen und ich bin wirklich froh darüber, weil, wenn ich die mittlerweile 45 Bücher gelesen habe, die sich um mein Bett herum und in meinem Flur stapeln, Hallo?, dann weiß ich echt nicht, was ich als nächstes lesen soll. Also ist es gut, sich zu informieren und vorzubereiten. Außerdem sind die Bücher nicht die gleichen Bücher, die ich im letzten Jahr hier erwähnt hatte. Manche sind die gleichen, aber zehn davon habe ich gelesen, ich habe auch andere gelesen (da fällt mir ein, dass ich in den nächsten Tagen, wenn ich dazu komme, ja mal eine Liste der Bücher erstellen könnte, die ich 2013 gelesen habe, man kann ja mal angeben, das tun andere auch, manche richtig oft, ständig, so dass es unangenehm wird und wenn es bei mir irgendwann so ist, möchte ich nicht, dass Ihr es mir sagt, o.k.?),  und natürlich sind neue hinzugekommen. Ich habe Freunde, die mir Bücher unaufgefordert schicken, schenken oder leihen. Ich habe Freunde, die mir Bücher aufgefordert schicken, schenken oder leihen. Ich habe Freunde, die besitzen einen Buchladen (das sind die schlimmsten, sage ich ganz ehrlich). Die Bücher neben meinem Bett befinden sich in ständiger Bewegung. Ob es gerade wirklich 45 sind, kann ich gar nicht sagen. Ich habe im Moment echt keine Zeit, sie zu zählen. Ich werde sie aber demnächst wahrscheinlich doch zählen und Euch dann Bescheid geben und vielleicht mache ich mir auch nochmal die Mühe, sie alle aufzulisten. Bücherlisten sind nämlich das tollste. Und dann kann ich damit angeben, dass ich bald nur noch einen ganz kleinen Pfad frei habe von der Tür bis zu meinem Bett. Der Rest vom Zimmer ist voller Bücher! Nein, das ist ein Witz. Ich schätze, soweit wird es 2032 sein, wenn ich so weiter mache. Aber zwischendurch gebe ich sehr häufig Bücher weg. Das ist wahr! Und deshalb wird es erst 2035 so weit sein.

Wie schon im letzten Jahr hat es mir auch in diesem Jahr vor allem die Liste der 100 notable books der New York Times angetan. Die New York Times klingt so weltläufig und circa 98 der Buchtitel habe ich nie vorher gehört und circa 97 der Autoren waren mir bis dato fremd und ich gebe hiermit zu, dass mich so etwas beeindruckt. Ich lese ständig und trotzdem kenne ich mich nicht aus in der Welt der Literatur.
Richtig gut fand ich es deshalb, dass ich gleich das dritte Buch auf der Liste gerade selber lese (aufgefordert zugeschickt von einer Freundin, die gerade in USA lebt), Americanah von Chimamanda Ngozie Adichie. Das ist ein tolles Buch. Eigentlich hatte ich gerade drei andere Romane angelesen und schwankte noch hin und her zwischen Das Narrenschiff von Katherine Anne Porter, Das Blaue Buch von A.L. Kennedy und The Gathering von Anne Enright. Aber ich las die erste Seite von Americanah und obwohl es, weil Hardcover, etwa 40 Kilogramm wiegt, schleppe ich es seitdem ständig mit mir herum und lese sogar in der U-Bahn, obwohl ich dort immer nur Kurzstrecke fahre. Aber drei Seiten sind drei Seiten! Ich lese heimlich im Büro, wenn der Backofen vorheizen muss, ich eigentlich längst schlafen sollte ... Also SEHR EMPFEHLENSWERT! Ist aber noch nicht auf Deutsch erschienen. Wo wir schon dabei sind, möchte ich in diesem Rahmen nochmal erwähnen, dass auch Half of the yellow Sun von ihr phantastisch ist.
All that is von James Salter. In der Rezension steht unter anderem dieser Satz "The everyday may be one of the hardest things to write about — the quotidian doings, including the outright tedium, of ordinary life." und er sagt im Grunde genau, warum ich mich für das Buch, das ich im Laden schon mehrfach in Händen hielt, interessiere.
Definitiv möchte ich The Signature of all things von Elizabeth Gilbert lesen. Darüber habe ich nur Gutes gehört. Es ist auch bereits auf Deutsch erschienen und heißt hier Das Wesen der Dinge , ein Titel, der erklärt, warum ich es lesen möchte. Denn das Wesen der Dinge hat mich immer interessiert. Schließlich habe ich unter anderem deswegen Philosophie studiert. "“The Signature of All Things” is a bracing homage to the many natures of genius and the inevitable progress of ideas, in a world that reveals its best truths to the uncommonly patient minds." Und wenn ich mir eines wünsche, dann ist es, durch ungewöhnliche Geduld die besten Wahrheiten des Lebens zu entdecken.
The Twelve Tribes of Hattie von Ayana Mathis interessiert mich. Ich glaube, es ist ein trauriges und schwer zu lesendes Buch. Seitdem ich Kinder habe, vermeide ich eigentlich meistens Bücher, in denen Kinder sterben, Morde geschehen, Eltern sterben, und so weiter. Wenn ich sie doch lese, heule ich die ganze Zeit. Aber das ist dann eben so. Und ich fürchte, bei diesem Buch könnte es mir wieder so gehen. 
Amy Tan hat auch ein neues Buch geschrieben Valley of Amazement. Da sie eine meiner absolut liebsten Schriftstellerinnen ist und ich eigentlich jedes ihrer vorherigen Bücher gelesen habe, versteht es sich von selbst, dass ich dieses SOFORT haben muss. 

Wem die Liste der 100 Bücher zu lang ist, es gibt auch noch eine Liste der 10 besten Bücher - und was soll ich sagen: Americanah führt sie an!

Diese Liste heute also gefunden und studiert zu haben, hat mir zweimal Glück beschert: 1. ich weiß jetzt, dass es ein neues Buch von Amy Tan gibt und 2. ich befinde mich lesetechnisch am Puls der Zeit! 

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